Kriterien beim Festzinssparen

Die Kriterien beim Festzinssparen sind für Anleger wichtig, die ihr Geld nicht nur irgendwie sicher parken, sondern auch eine ordentliche Rendite erwirtschaften möchten. Kreditinstitute liefern hier weit auseinandergehende Angebote, für Kunden ergibt sich durch den Festzins-Vergleich das Potenzial, aus der Anlage das Maximum herauszuholen.


Wichtige Kriterien beim Festzinssparen

Es sind mehrere wichtige Kriterien, die beim Festzinssparen eine Rolle spielen. Beschränkungen beim Anlagebetrag oder der Laufzeit nach unten und oben spielen ebenso eine Rolle wie natürlich die Zinshöhe und die Einlagensicherung des Festgeldes. Bei den Zinsen müssen die Anleger etwas genauer hinschauen: Oft bietet die Bank keinen einheitlichen Zinssatz, sondern einen gestaffelten Zins, welcher mit der gewählten Laufzeit und auch mit dem Anlagebetrag variiert. Daher kann es passieren, dass am Ende der Zins auf niedriger ausfällt, als es auf den ersten Blick erschien.

Dazu trägt auch die Werbepolitik der Banken bei, denn diese offerieren als "Schaufensterkondition" stets den höchstmöglichen Zins, der vielleicht nur bei einer Anlage ab 10.000 Euro mit zehnjähriger Laufzeit ausgeschüttet wird. Auch den Anlagebetrag müssen die Interessenten überprüfen. Einige Banken werden bei dieser Betrachtung ausscheiden, was ebenso hinsichtlich der möglichen Laufzeiten passieren kann. Nicht jeder Anbieter kann hierbei die Wünsche des Anlegers erfüllen. Am ehesten lassen sich die Kriterien beim Festzinssparen durch einen Festgeldrechner miteinander abgleichen. Der Kunde gibt hier den gewünschten Anlagebetrag und die präferierte Laufzeit ein, daraufhin erhält er sofort die besten Anbieter für seine Wahl aufgelistet. Auf diese Weise sind Banken mit Top-Konditionen sofort zu ermitteln.

Kriterien beim Festzinssparen: Worauf ist im Einzelnen zu achten?

Die folgenden Kriterien beim Festzinssparen sind ihrer Priorität nach geordnet. Allerdings können Anleger hierzu unterschiedliche Auffassungen haben, weshalb hier der Durchschnittssparer betrachtet wird, der eine vierstellige bis fünfstellige Summe anlegen möchte. Für diese Sparer ist die Einlagensicherung kaum ein Thema, bis 100.000 Euro sind alle Gelder durch die Staaten Europas geschützt. Wer freilich deutlich mehr anlegen will, wird sich auch an freiwilligen Einlagensicherungen der Banken orientieren, wie sie gerade in Deutschland anzutreffen sind. Ausländische Geldinstitute kommen dann (fast) nicht mehr in Frage.

  • Zinssatz: Die besten Angebote notieren aktuell um 2,50 % bis 2,90 % (Stand: Mai 2014), sie gelten allerdings nahezu komplett für zehnjährige Laufzeiten. Eine Ausnahme macht die Fibank, die eine Anlage ab 10.000 Euro für 12 Monate mit 2,50 % verzinst. Bei der Targobank sind es sogar 2,75 %, die Anlagedauer kann und darf sogar nur sechs Monate betragen, allerdings setzt diese Anlage einen nachgewiesenen Depotwechsel von einer anderen Bank voraus. Wer ansonsten wirklich nur auf ein bis zwei Jahre anlegen möchte oder gar ein Parken des Festgeldes nur auf Monate plant, was bei vielen Banken möglich ist, kann auch auf Tagesgeldangebote zurückgreifen. Im Bereich von ein bis zwei Jahren werden die meisten Festgelder kaum über 1,40 % bis 1,80 % verzinst. Das ist aus den ersten Offerten wie oben beschrieben nicht ersichtlich: Banken werben grundsätzlich mit ihrem höchstmöglichen Zins.
  • Laufzeit in Monaten: Es ist möglich, Festgeld schon für einen Monat, für drei oder auch für sechs Monate anzulegen. Natürlich fragt sich der Sparer, wozu das gut sein soll, wenn doch die Zinsen dabei wie beschrieben kaum über Tagesgeldniveau notieren. Zwei Gründe können dennoch für diese Anlage sprechen: Erstens ist der Zins fest, also garantiert, während er beim Tagesgeld variabel ausfällt und daher auch sinken kann. Zweitens ist es immer möglich, ein Festgeld zu prolongieren (zu verlängern). Auch nach oben gibt es Grenzen, die bei 6, 12, 36, 48, 60, 72 oder 84 Monaten liegen können. Viele Banken bieten 120 Monate als Maximaldauer mit entsprechend hohen Zinsen an. Hier ist zu beachten, dass dieses Geld den Zins nur erhält, wenn es bis zum Ende der Laufzeit nicht angerührt wird. Das ist natürlich eine Spekulation gegen die Zeit: Die Zinsen könnten zwischenzeitlich wieder steigen.

  • Mindest- und Maximaleinlage: Die Untergrenzen liegen in seltenen Fällen bei 500 Euro (VTB Bank), oft bei 1.000 oder 2.000 Euro. Obergrenzen können sich in Bereichen von 20.000 Euro (selten, zum Beispiel Hypovereinsbank) über 50.000 und 100.000 Euro bis zu unbegrenzt bewegen, was die nächste Frage aufwirft:
  • Einlagensicherung: Wer wirklich eine hohe, sechs- oder siebenstellige Summe anlegen möchte, muss die über 100.000 Euro hinausgehende Einlagensicherung beachten, die bei deutschen Banken durch Branchenfonds gut geregelt ist. Es gibt Sicherungen im dreistelligen Millionenbereich und auch im Milliardenbereich, viele Banken gehen jedoch über die gesetzlich vorgeschriebenen 100.000 Euro nicht hinaus.